"Wochen- und Monatsbuch"

Das Sunneziel «Wochenbuch» wird zum «Monatsbuch»

Unser Publikationsorgan «Wochenbuch» wurde ins Leben gerufen, weil es mit dem Lockdown nicht mehr uneingeschränkt möglich war, unsere Bewohnerinnen und Bewohner zu besuchen. Wir wollten auf diesem Weg den Angehörigen, Bekannten und Freunden mitteilen, was im Sunneziel Meggen in dieser speziellen Zeit alles läuft und damit den Draht nach Aussen aufrechterhalten.

Nun aber, nach 100 Corona-Sitzungen im Sunneziel Meggen mit allen Kader-Mitarbeitern und Entscheidungen über entsprechende Massnahmen bzw. Lockerungen sind wir, was die Besuchsmöglichkeiten angeht, wieder in einer der «Normalität» sich annähernden Entwicklung angelangt. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner können wieder ihre Lieben, Freunde und Bekannten persönlich sehen, was von den Besuchenden rege genutzt wird. Damit werden Informationen und all das Drumherum im Leben mit und im Sunneziel Meggen wieder direkt von Mensch zu Mensch weitergegeben. Daher haben wir entschieden, dass das Wochenbuch zu einem Monatsbuch mit einem Rückblick auf Geschehenes und Zukünftiges umgewidmet wird. Wir danken allen Interessierten, die seit Mitte März unser Wochenbuch mit Interesse und manchmal vielleicht mit einem Schmunzeln gelesen haben. Es war eine Freude, die Texte zu verfassen und über das Leben im Sunneziel Meggen zu Corona-Zeiten zu berichten und damit den Draht zur Öffentlichkeit aufrecht zu erhalten.

Montag, 17. August 2020

  • «Aktion Vitamine fürs Sunneziel» - das Ende naht: Diese Aktion wurde von der Geschäftsleitung ins Leben gerufen, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in dieser viralen Zeit des Covid-19 mit etwas Süssem oder Vitaminreichen den beruflichen Alltag im Haus zu versüssen und die Abwehrkräfte zu stärken. Zumeist waren die kleinen wöchentlichen Überraschungen nicht unbedingt in erster Linie etwas für die Gesundheit des Körpers, aber IMMER eine Stärkung zur Verbesserung der seelischen Befindlichkeit. Wohlfüllen im Gemüte ist für die Gesundheit des Körpers ebenso wichtig, wie eine gesunde Ernährung. Dieses Ziel hat das Sunneziel Meggen sicher erreicht. Aber wie alles Gute und Schöne endet, läuft im Moment das Finale dieser Aktion – noch bis 31. August. Über zwei Drittel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat schon daran teilgenommen und sich – wie könnte es anders sein – einen echten Sommerklassiker abgeholt: ein GLACE! Danke an alle unsere Mitarbeitenden für ihre Arbeit, das Durchhalten und die Zusammenarbeit sowie Mehrarbeit auf den Stationen, in der Küche, im Service, beim Technischen Dienst, in der Hauswirtschaft und – nicht zu vergessen – in der Administration. ALLE haben auf irgendeine Weise einen Beitrag geleistet, dass wir gut durch diese Corona-Zeit gekommen sind und in Zukunft zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner einen möglichst hohen Schutz für deren Gesundheit im Sunneziel Meggen gewährleisten können!

Montag, 10. August 2020

  • Am Montag, den 3. August begann für zehn junge, motivierte Lernende ein neuer Lebensabschnitt mit ihrem Eintritt in die Berufswelt. Zu Ihnen gesellten sich fünf «Routiniers», die im Erwachsenenalter eine weitere Ausbildung in Angriff nehmen. Fünf Fachfrauen und drei Fachmänner Gesundheit (FaGe), zwei Assistenten Gesundheit Soziales (AGS), ein Fachmann Betriebsunterhalt, eine Fachfrau und eine Praktikantin Hauswirtschaft sowie eine Restaurantfachfrau und -fachmann verstärken das Sunneziel Team. Aus- und Weiterbildung hat im Sunneziel Meggen einen sehr hohen Stellewert und wir sind stolz, den jungen Lernenden so ein vielfältiges Angebot bieten zu können. Wir wünschen allen eine spannende und konstruktive Lehrzeit.
  • Die eingeführte Besuchslockerung ist sehr gut angelaufen und sämtliche Sunneziel Besucher verhalten sich vorbildlich was die Gesichtsmaske, das Händedesinfizieren sowie das sich Eintragen betrifft. Von den Platzverhältnissen her ist es ebenfalls zu keinen Schwierigkeiten gekommen und wir sind froh, dass wir diese eher unkomplizierte Variante während der Corona-Krise vorerst beibehalten können.
  • Die Sommerferien und -reisezeit gehen langsam zu Ende und wir verzeichneten bisher keine positiven Corona-Fälle und es bestand daher keine Quarantänepflicht. Der Respekt vor einer Zunahme möglicher Fälle war und ist gross, doch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich bisher vorbildlich und diszipliniert verhalten. Viele verzichteten auf Reisen in Ihre Heimat und in ferne Länder, hielten sich in der Region auf und waren sich der Risiken vollends bewusst. Dem ganzen Sunneziel Team gebührt an dieser Stelle auch mal ein grosses Dankeschön für ihr Verhalten während dieser Krisenzeit. Hoffen wir, dass bald wieder Normalität zurückkehrt!

Montag, 3. August 2020

  • Höhepunkt der letzten Woche waren natürlich unsere Feierlichkeiten zum 1. August. Dieses Jahr leider unter sehr speziellen Vorzeichen, was uns aber nicht daran hinderte, den Nationalfeiertag gebührend zu feiern. Empfangen wurden unsere Bewohnerinnen und Bewohner vom Quintett «Änzian» aus Malters zu «lüpfigen» Schweizer Klängen und als Apéro wurde ein erfrischender Himbeersaft, farblich auf den 1. August abgestimmt, serviert. Gespannt wurde die 1. August Rede von Gemeinderat Olivier Class, Vorsteher Soziales und Gesundheit, verfolgt. Anschliessend wurde zusammen die Nationalhymne gesungen, bevor das Buffet eröffnet wurde. Um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, gingen nicht die Gäste ans Buffet, sondern das Buffet kam zu ihnen und so konnten die Bewohnerinnen und Bewohnern nach Ihrem Gusto auswählen. Grosses Lob erhielten Küche und Service und der Technische Dienst schaffte es, fast überall Schatten zu spenden.
  • Weitere Lockerungen im Sunneziel: Seit Montag, den 3. August gelten neue Regelungen. So ist es während der Öffnungszeiten unserer Rezeption (Mo - Sa: 09.00 - 12.00 & 13.30 - 17.00 sowie So/Feiertag: 10.00 - 12.00 & 13.00 - 17.00) möglich, unsere Bewohnerinnen und Bewohner OHNE Voranmeldung und OHNE Zeitfenster zu besuchen (im Rosegarte gilt eine Sonderregelung). Es ist nur nötig, sich an der Rezeption zu melden und das obligatorische Formular auszufüllen.
  • Allerdings ist die Besucherzahl pro Bewohnenden weiterhin beschränkt: Im Café Harfe bzw. der Pergola sind max. drei Besucher erlaubt (bei Ehepaaren zwei), im Bewohnerzimmer maximal zwei.
  • Ebenfalls besteht die Maskenpflicht weiterhin beim Besuch im Zimmer sowie beim Spazieren im Park und überall dort, wo der Mindestabstand (1.5m) nicht eingehalten werden kann.
  • «Aktion Vitamine fürs Sunneziel»: Diese allseits beliebte Aktion läuft nun aus. Allerdings ist das Abschiednehmen nicht abrupt, sondern sehr, sehr langsam. So fällt es nicht so schwer, sich von dieser wöchentlichen Wohltat zu entwöhnen. Das Finale «Glacé für alle» dauert noch bis 31. August, damit alle Mitarbeitenden in den Genuss dieser (hoffen wir nur vorläufig) letzten süssen Überraschung für Leib & Seele kommen. Eigentlich schade, aber auch Gutes hat mal ein Ende.

Montag, 27. Juli 2020

  • Auffallend schön ist wieder die grossartige Blumen- Pflanzenpracht in der Einfahrt zum Sunneziel Meggen sowie im überall Sunneziel Park. Der Höhepunkt ist meistens so gegen Mitte Juli, wo die Farben am intensivsten sind. Dieses immer wiederkehrende Naturschauspiel lässt einem für kurze Zeit die Alltagsprobleme vergessen.
  • In der Hotellerie werden die Vorbereitungen getroffen für unseren grössten Anlass seit Weihnachten. Das Corona Virus liess leider keine Veranstaltungen und Anlässe mehr zu, weshalb wir froh sind, den 1. August mit unseren Bewohnerinnen und Bewohnern standesgemäss doch feiern zu können. Damit wir die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten können, fehlt uns jedoch der Platz, Angehörige und Gäste einzuladen. Für die 1. August Rede ist Olivier Class, Gemeinderat Soziales und Gesundheit, zuständig und das Schwyzerörgeli Quintett «Änzian» sorgt für die entsprechende musikalische Unterhaltung. Die Küche und der Service sind dieses Jahr speziell gefordert, damit trotzdem ein richtiges 1. August «Feeling» aufkommt -  lassen wir uns überraschen!
  • Ab dem 3. August werden weitere Lockerungen betreffend Besuche und Besuchszeiten eingeführt. Diese werden per Brief & Email diese Woche angekündigt und danach auch auf der Homepage veröffentlicht. Wir hoffen natürlich sehr, dass es aufgrund der Ferienzeit und der bevorstehenden kälteren Jahreszeit, nicht wieder zu schärferen  Massnahmen kommen wird.

Montag, 20. Juli 2020

  • Für die letzte Woche erscheint ausnahmsweise kein Wochenbuch, da der Schreiberling kurz in den Ferien war – das Nächste erscheint also wieder am 27. Juli.  

Montag, 13. Juli 2020

  • Am letzten Dienstag war es endlich wieder einmal soweit für ein «Essen Auswärts» mit den Siesta Bewohnerinnen und Bewohner. Kaum zu glauben, aber das letzte «Essen Auswärts» war am 29. November 2019 - dazumal im Restaurant Pyramide! Anschliessend folgten die Weihnachtsfeierlichkeiten und seither machten uns entweder der Noro- oder der Coronavirus einen dicken Strich durch die beliebten kulinarischen Ausflüge. Die Vorfreude war riesig als wir als Lokalität die ehrwürdige St. Charles Hall vorschlugen. Die Firma Kauer Catering erhielt von Juni bis Ende August eine Ausnahmebewilligung ein sogenanntes «Pop Up» Restaurant zu führen und so nutzten wir die Chance, diese einzigartige Konstellation zu besuchen. Der frühe Abend war traumhaft schön, wolkenlos und die grossen alten Bäume spendeten kühlen Schatten. Das Gesamterlebnis liess die aktuellen Probleme für kurze Zeit vergessen und wir freuen uns schon auf eine Wiederholung.
  • «Aktion Vitamine fürs Sunneziel» - Das Finale steht bevor und das hat es in sich: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter erhält einen mehr als geschichtsträchtigen Leckerbissen. Schon der berühmte Arzt Hippokrates hat es hochgeschätzt und seinen Patienten verschrieben. Noch lange vor ihm wurde es wohl in China erfunden. Die Römer liessen den Grundstoff durch sogenannte Schnellläufer aus dem Apennin in die Hauptstadt ihres Weltreiches bringen, um ihn zu versüssen. Sogar der berühmte Seefahrer Marco Polo berichtet im 13. Jahrhundert im Rahmen seiner Erfahrungen auf seiner Reise in den fernen Osten über die Zubereitung - bemerkenswert. Kurz: Es wurde seit seiner Erfindung von allen Generationen, egal ob arm oder reich geschätzt und geliebt: das Glace. Wenn man sich in diesen Tagen ein richtig gutes Glace schon alleine vor dem geistigen Auge im Mund zergehen lässt, was für eine Hochstimmung stellt sich ein: Glücksgefühle steigen in einem auf angesichts des Geschmacks, des aufkommenden Ferienfeelings und der Abkühlung an einem heissen Tag. HERRLICH! Der Schreiber dieser Zeilen hofft, dass es allen so wie ihm bei dieser Vorstellung ergehen möge und wünscht den Mitarbeitenden des Sunneziel einen echten «Vitaminschub» für Seele, Gemüt und natürlich den Leib. Lassen Sie sich dieses leckere Finale unserer speziellen Aktion auf der Zunge zergehen. Eigentlich schade, dass sie zu Ende geht. Aber: «Wer enden kann zur rechten Zeit, der hat Vergnügen lange Zeit.» (C.P. Fröhlich, deutscher Germanist & Philosoph)
  • Auch für die Lernenden und Studierenden, die dieses Jahr ihren Abschluss haben, wird Corona bedingt das letzte Semester nicht so schnell vergessen gehen. Feierlich haben wir 9 Lernenden zum Eidgenössischen Fähigkeitszeugnis – davon 2 Ehrenmeldungen – gratuliert. Das eidgenössische Berufsattest haben 3 Lernende erfolgreich absolviert und weitere 2 Studierende haben ihre Berufsweiterbildung abgeschlossen. Mit ihren Familien haben wir in der Pergola auf den abgeschlossenen und den neuen Lebensabschnitt angestossen mit feinen Häppchen aus der Küche – natürlich alles Corona konform. Herzliche Gratulation an alle!

Montag, 6. Juli 2020

  • Stresstest für den Chef: Am letzten Mittwoch hatte der Chef die verantwortungsvolle Aufgabe übernommen, die Besucherhotline zu bedienen. Allerdings wunderte er sich, weil ab 9:00 Uhr das Telefon stumm geblieben war und keine Anfragen bei ihm eintrafen. Des Weiteren stellte er fest, dass vor allem an der Rezeption viele telefonische Reservationsanfragen bezüglich Besuchstermine eingingen. Daher nahm er das Mobilteil des Telefons an der Rezeption zu sich ins Büro und war dadurch für die eingehenden Anrufe der Rezeption und der Besucherhotline zuständig (die Rezeptionistinnen hatten zu gleicher Zeit eine Sitzung). Dies entpuppte sich nun jedoch als ein Full-Time-Job, denn es läutete nonstop. In einer ruhigen Minute telefonierte nun der Chef seinerseits mit dem Technischen Dienst und stellte die Frage, warum die Anrufe der Hotline nicht auf dem dafür bestimmten Apparat eingingen, sondern an der Rezeption. Der Mitarbeiter des TD kam ins Chefbüro und konnte diese Frage recht schnell klären: Man sollte eben das Hotline-Telefon beim Herausnehmen aus der Ladestation zuerst einzuschalten! Somit war geklärt, warum alle Anfragen für einen Besuch an der Rezeption landeten. Wir hoffen, dass unser Chef bei einem nächsten Mal ans Einschalten des Telefons denkt … Es sei noch erwähnt, dass er selbst wohl am meisten über seinen «Schnitzer» schmunzeln und ärgern konnte.
  • «Aktion Vitamine fürs Sunneziel»: Beim ersten Mal hatten wir zeitlich regelrecht «ins Schwarze getroffen», wenn auch vollkommen unbewusst und unbeabsichtigt. Beim zweiten Mal nun ist es den positiven Rückmeldungen geschuldet. Um was es geht? Es ist der «Mohrenkopf», den wir auch aus Gründen der Diskriminierung nun «Schokokuss» nennen wollen. Bei unserer letzten Verteilaktion dieser süssen Vitaminspritze, vor allem für das Gemüt, rollte gerade die Empörungswelle an, bei der es um diese Spezialität ging und die in aller Munde war. Einer internen Sunneziel-Umfrage zufolge denken unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei dieser Süssigkeit nicht an Menschen mit dunkler Hautfarbe, sondern vor allem an etwas Genussvolles. So soll es auch sein und wir verteilen diese kleine Aufmerksamkeit genau deswegen: einen positiven Gedanken an etwas Schönes und Gutes zu erwecken. Das stärkt Gemüt und Widerstandskraft. Nebenbei bemerkt: Eigentlich läuft diese «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team» nun aus. Die Geschäftsleitung hat jedoch aus zwei Gründen beschlossen diese allseits beliebte Aktion weiterzuführen: erstens ist der «Erfolg» gross und zweitens steigen die Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus wieder. Daher ist es wichtig auch weiterhin die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vitaminen für Leib & Seele zu versorgen und mit der Disziplin nicht nachzulassen.
  • Neue Besuchsregelungen ab 1. Juli 2020. Seit diesem Tag können Angehörige neben den Besuchen im Café Harfe und der Pergola auch wieder unsere Bewohnerinnen und Bewohner in deren Zimmern besuchen. Dazu ist eine vorgängige Anmeldung via Hotline (041 379 69 29) unabdingbar und es stehen bestimmte Zeitfenster zur Verfügung. Zudem ist die Zahl der Besucher auf den Abteilungen begrenzt. Es darf nur ein Bewohner pro Abteilung für eine Stunde seine Angehörigen (maximal zwei) empfangen. Diese Beschränkungen sind den Vorschriften des Kantons Luzern geschuldet. Wir hoffen aber, mit diesem Schritt unseren Bewohnerinnen und Bewohnern neben aller Sicherheit und Vorsicht zusätzlich ein kleines Stück «Alltag» ermöglichen zu können.
  • Auf die seit längerem bestehende Möglichkeit des gemeinsamen Mittagsessens mit Angehörigen im Salon Rouge möchten wir an dieser Stelle ebenfalls hinweisen.

Montag, 29. Juni 2020

  • Endlich war es wieder soweit – der erste Anlass im Sunneziel Meggen seit dem Lockdown. Am letzten Mittwoch durfte der Musikverein Meggen die runden und halbrunden Geburtstage des ersten Halbjahres 2020 musikalisch umrahmen. Die Bewohnerinnen und Bewohner genossen den wunderbaren Abend bei perfektem Wetter im Garten. Die glücklichen Jubilarinnen und Jubilare – fast vollzählig anwesend – durften unter Marschklängen und rassigen Oldies einen prächtigen Blumenstrauss in Empfang nehmen.
  • Ab dem 1. Juli 2020 sind neu auch wieder Besuche in den Bewohnerzimmern möglich. Obwohl die Tendenz und die Zahlen rund um das Corona Virus der letzten Tage eher wieder steigen und in die falsche Richtung zeigen, geben wir dem Bedürfnis nach mehr Privatsphäre nach. Da wir nach wie vor verpflichtet sind, das Contact Tracing einzuhalten, bleibt die Eingangstüre weiterhin geschlossen und Zutritte werden nur gewährt, wenn im Vorfeld über unsere Hotline (Mo.- Fr. 9 bis 12 Uhr / 041 369 69 29) der Besuch angemeldet wurde.
  • Studentenfutter – wer kennt das nicht. Studentenfutter – lustiger weise in der Schweiz auch als Tutti Frutti bekannt - ist eine seit dem 17. Jahrhundert bekannte Bezeichnung für eine Mischung, die ursprünglich aus Rosinen und Mandeln bestand. Später wurde auch anderes Trockenobst und andere ungesalzene Nüsse zugefügt, darunter Cashewkerne, Paranüsse, Walnüsse oder Haselnüsse, sowie Erdnüsse. Durch die Verwendung der damals verhältnismässig teuren Mandeln eher für finanziell gut gestellte Personenkreise zugänglich, woher die Bezeichnung Studenten- oder Pfaffenfutter herrührt. In Studentenkreisen nahm man an, dass insbesondere die Mandeln gegen einen Alkoholrausch oder Kater wirksam seien. Studentenfutter wurde auch als Arznei bei verschiedenen Erkrankungen verabreicht, bei denen eine Kräftigung vonnöten war. Als Kräftigung also ein perfekter Snack im Rahmen «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team».

Montag, 22. Juni 2020

  • Am 20./21. Juni war schon wieder der längste Tag in diesem Jahr und nun werden die Tage allmählich kürzer. Kaum zu glauben, aber von Tag zu Tag wird die Nacht leider zwischen 1-2 Minuten länger. Ob wir es wollen oder nicht: Wir müssen uns schon mit den Herbstanlässen und Weihnachten beschäftigen und uns ist bewusst, dass dieses Jahr alles unter einem besonderen Stern stehen wird.
  • Mehr Platz: Für unsere Besuchsfenster haben wir mehr Platz geschaffen, damit gleichzeitig mehrere Personen ihre Liebsten im Sunneziel Meggen besuchen können. Im Café Harfe sind insgesamt 8 grosse Tische aufgestellt, an denen der Mindestabstand trotzdem eingehalten werden kann.
  • Auch im Salon Rouge, in dem zu Mittag gegessen werden kann, haben wir zwei Tische mehr aufgestellt, um der steigenden Nachfrage besser gerecht zu werden.
  • DAR-VIDA – der Snack für zwischendurch. Aber kein Snack der ungesunden Sorte, sondern hochwertig und gesund! Der DAR-VIDA Snack ist handlich und in ihm steckt die natürliche Energie des Getreidekorns. In Schweizer Steinmühlen gemahlen und mit Schweizer Rapsöl gebacken. Damit der Snack neben den positiven Auswirkungen auf die körperliche Gesundheit auch etwas für das Gemüt enthält, gibt es diese Woche den DAR-VIDA-Cracker mit Schokolade verfeinert. Also: Ein ganzheitlicher Snack im Rahmen der «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team»! Wir hoffen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geniessen den kleinen Snack und bleiben somit humorvoll und gesund!

Montag, 15. Juni 2020

  • Die neuen Besuchsfenster und -zeiten haben sich gut eingespielt und die Möglichkeit wieder etwas Kleines konsumieren zu können, wird sehr geschätzt. Zudem ist die Mehrzeit wirklich auch ein Mehrwert für alle geworden.
  • Im Salon Rouge reichen die beiden Tische natürlich nirgends hin und die Nachfrage für ein gemeinsames Mittagessen übersteigt an manchen Tagen das Angebot. Leider können wir im Moment nicht mehr Tische aufstellen, da die Bewohnerinnen und Bewohner immer noch versetzt mit genügend Abstand am Esstisch sitzen müssen. Dies benötigt extrem viel Platz und somit fehlen uns die gewohnten Gästetische.
  • Hier noch eine kleine Anekdote zur zwischenzeitlich legendären Sunneziel Sanduhr: Als vor über einem Monat mit den 20minütigen Besuchsfenstern begonnen wurde, ist die Idee geboren worden, die verbleibende Zeit diskret mit einer grossen Sanduhr anzuzeigen. Also ging der Chef ins Internet und wurde schnell fündig. Auf den ersten Blick eine Schweizer Website, die Preise in Schweizerfranken angezeigt hatte und auf der sogar eine Schweizer Flagge oben rechts abgebildet war. Die Sanduhr gibt es zudem mit Sand für 20 Minuten gefüllt und sie ist erfreulicherweise in unserem pflegegrün zu erstehen. Sehr zufrieden so schnell fündig geworden zu sein, werden per Mausklick 5 Exemplare in den Warenkorb gelegt und die Bestellung abgeschickt. Die Bestätigung erfolgt postwendend mit dem Vermerk, dass der Versand vom Warenlager in 2-5 Werktagen erfolgen wird, somit also rechtzeitig für den ersten Besuchstag. Eine Woche vorbei und immer noch keine Sanduhren – die ersten hämischen Stimmen fragten schon nach dem Verbleib der Sanduhren. Doch dann eine Bestätigung, dass die Sanduhren nun das Warenlager verlassen haben und versandt worden sind. Die Annahme, dass sie in 2-3 Tagen im Sunneziel Meggen eintreffen, erwies sich als falsch. Höchste Zeit also den bei der Bestätigung mitgesandten Link des Logistikunternehmens anzuklicken, um die Position des Pakets zu verfolgen. Zum grossen Erstaunen – das Lager ist nicht etwa in der Schweiz, sondern irgendwo in den USA. Danach mit dem Schiff über den grossen Teich und per Paketdienst mit drei Buchstaben via Frankreich über Deutschland in die Schweiz. Heute sind die Sanduhren - Made in China - endlich eingetroffen – zwei davon leider defekt. Brauchen können wir sie eh nicht mehr, da die Besuchsfenster seit dem 9. Juni ganze 50 Minuten umfassen. Dazu kommen noch Zollgebühren, die um ein Vielfaches höher sind als der gesamte Einkaufswert. «Ausser Spesen nichts gewesen» und ärgerlich ist es wiedermal, dass man im Internet so getäuscht werden kann, wenn nicht alle Bestimmungen genausten durchgelesen werden…!
  • Dextro Energy – Traubenzucker für das Gehirn. Diese Woche wird den Mitarbeitenden im Rahmen der «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team»! dieses Zückerchen überreicht. Dextrose sei für das Gehirn enorm wichtig und daher gibt es diesmal etwas speziell für die «grauen Zellen». Die Täfelchen in der Packung enthalten zudem viel Vitamin C und die Geschmacksrichtung ist «lemon» gemäss dem alten Sprichwort: «Sauer macht lustig», denn: Humor braucht es im Alltag ohne Frage.

Montag, 8. Juni 2020

  • Lockerungen zum Dritten: Ab Dienstag, den 9. Juni setzen wir im Sunneziel Meggen die Lockerungen des Bundesrates vom 27. Mai sowie die daraus resultierenden Weisungen des Kantons um.
  • Neu dürfen wieder Besuche im Haus, genauer im Café Harfe oder bei schönem Wetter auf der Pergola in den dafür eingerichteten Besucherzonen, stattfinden. Eine Voranmeldung und Kontrolle der Besucher ist nach wie vor Vorschrift des Kantons. Im Falle einer Ansteckung müssen wir die Kontakte rückverfolgen können.
  • Ein gemeinsames Mittagessen unser Bewohnerinnen und Bewohner im Salon Rouge ist ebenfalls auf Voranmeldung wieder möglich mit maximal vier Personen an einem Tisch. Das Platzangebot hierzu ist jedoch noch sehr beschränkt. Was gibt es Schöneres als mit seinen Lieben zusammen etwas Feines zu essen, sich auszutauschen, zu diskutieren und die Gemeinsamkeit zu geniessen.
  • «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team»! Dazu vorweg ein wenig Geschichte: Die ersten Schokoküsse sollen um 1800 in Dänemark hergestellt worden sein. Im 19. Jahrhundert entstanden in Konditoreien in Frankreich „Tête de nègre“, auf Deutsch „Negerkopf“, hergestellt aus einer baiserartigen Masse und einem Schokoladenguss. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es sie dann auch in deutschen Konditoreien. Die Bezeichnungen Negerkuss und Mohrenkopf werden in jüngerer Zeit wegen der rassistischen Nebenbedeutung der Ausdrücke Neger und Mohr im offiziellen Sprachgebrauch größtenteils vermieden. Die Bezeichnungen werden aber zum Teil noch von den herstellenden Unternehmen bzw. Betrieben verwendet. Geniessen wir diese Süssigkeit im Rahmen unserer Vitaminaktion, denn Vitamine für den Körper sind das eine, etwas Süsses fürs für das Gemüt das andere. Beides braucht es, um sich rundum wohlzufühlen.
  • Letzte Woche haben die Gottesdienste wieder begonnen und Pfarrer Karl Abbt konnte dreimal im Saal mit den Bewohnerinnen und Bewohnern feiern. Ab 10. Juni werden die Gottesdienste dann ausschliesslich wieder in der Sunneziel Kapelle stattfinden.

Pfingstmontag, 31. Mai 2020

  • Kaum zu glauben – nun sind es über 140 Tage, während denen unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit all diesen Einschränkungen, die über die letzten Monate eingeführt werden mussten, leben. Eine gefühlte Ewigkeit und es ist an der Zeit, ein riesengrosses Kompliment auszusprechen, wie alle mit dieser Situation umgehen – auch den Angehörigen gebührt ein Dankeschön.
  • Mit Spannung haben wir die dritte Lockerungsphase des Bundesrates verfolgt und wir werden am Mittwoch, den 3. Juni vom Kanton erfahren, wie Alters- und Pflegeheime sich zu verhalten haben.
  • Zur grossen Freude der Bewohnerinnen und Bewohner finden ab Mittwoch, den 3. Juni wieder Gottesdienste im Sunneziel Meggen statt. Zwar noch nicht in der Kapelle, aber im Sunneziel Saal, verteilt auf drei Gottesdienste. Damit können wir die Abstandsregeln einhalten und die Anzahl der Mitfeiernden entsprechend anpassen.
  • «Hesch dini Ovo hüt scho gha?» - mit diesem Spruch wurde das berühmte Schweizer Malzgetränk in den 70/80 Jahren so richtig bekannt. 1904 wurde es durch Albert Wander erfunden und damals als nährendes Getränk für «geistig und körperlich Erschöpfte» bezeichnet. Glaubt man der Werbung von heute, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen: «Vitamine B6 und Folsäure für das Immunsystem; Calcium und Magnesium für Knochen und Zähne; Vitamin Pantothensäure und Magnesium halten dich wacher». Zum Wohl mit dem Ovi Drink als «Aktion Vitamine fürs Sunneziel Team»!

Montag, 25. Mai 2020

  • Nach wie vor die Bitte an unsere Bewohnerinnen und Bewohner: Verlassen Sie das Areal des Sunneziel Meggen nicht! Grund: Viele unserer Bewohner leben im Sunneziel Meggen, weil sie in irgendeiner Form auf Unterstützung angewiesen sind. Das müssen wir neben der Zugehörigkeit zur Altersgruppe 65+ besonders im Auge behalten. Diese beiden Gründe bedingen unseren Aufwand und die Einschränkungen für die Sicherheit und die Gesundheit der Bewohner. Wir bitten die Angehörigen aus diesem Grund, auf näheren Kontakt zu verzichten. Wenn es einen Corona-Fall im Haus gäbe, müsste die entsprechende Abteilung für mindestens 10 Tage geschlossen werden und das wollen wir vor allem wegen unseren Bewohnern unbedingt vermeiden. Es braucht in diesem Sinne nicht nur Eigenverantwortung, sondern jeder trägt auch Verantwortung für die Gemeinschaft hier im Haus.
  • Ein Wasa Käse Schnittlauch Knäckebrot – dies gibt es als «Vitamine fürs Sunneziel Team» für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Woche. Das aus Schweden bekannte Vollkorngetreidebrot ist sehr gesund und enthält einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Benannt nach dem schwedischen König Gustav I. Wasa, der auch unter dem Namen «Roggenkönig» bekannt war, ist Wasa zwischenzeitlich fest in italienischen Händen (Barilla).
  • Vor einigen Tagen wurden wir von einer bekannten Zeitungsredaktion angefragt, was für Auswirkungen die Corona Krise auf unsere Bewohnerinnen und Bewohner der Wohngruppe Rosegarte hat. Wir haben gewissenhaft, ausführlich und professionell darauf geantwortet, aber leider ist kein Artikel dazu erschienen. Deshalb haben wir uns entschieden Auszüge davon hier im Wochenbuch zu veröffentlichen:

Wie geht es den Demenzpatienten im Hinblick auf die Coronakrise zurzeit?

  • Alle geriatrischen Strukturen sind von der Corona-Krise betroffen. Auch unsere Alterssiedlung mit seinen Bewohnerinnen und Bewohner. Für Menschen mit der Diagnose Demenz und ihre Betreuungspersonen ist das eine besonders herausfordernde Zeit. Der Situation entsprechend geht es unseren Bewohnerinnen und Bewohner aber sehr gut. Sie haben sich erstaunlich schnell an das Pflegepersonal mit Mundschutzmasken und an die hygienischen Vorrichtungen gewöhnt. Einige finden es sogar lustig, dass das Pflegeteam «verkleidet» daherkommt. Wir Pflegenden haben die Corona-Krise bewusst nicht zum Mittelpunkt des Alltags gemacht. Sie ist nur dann ein Thema, wenn gezielt danach gefragt wird. Die Bewohnerinnen und Bewohner mit einer dementiellen Entwicklung werden sehr rasch ungeduldig und nervös, wenn das Personal es auch ist. Egal in welcher Situation, man sollte bei der Pflege von Menschen mit Demenz nie den Humor und die Menschlichkeit verlieren. Das sind Softskills, die ein professionelles Demenzpflegefachteam ausmachen.

Was hat die Coronakrise mit ihnen gemacht/in ihnen ausgelöst?

  • Für uns war klar, möglichst «ruhig» und «gelassen» zu bleiben in der Krise. Menschen mit Demenz können stark herausfordernd reagieren, wenn sie mit zu viele Informationen bestürmt werden. Wir haben uns nach hausinternen Weissungen und Abmachungen gehalten. Diese haben sich ja nach den BAG Meldungen auch immer wieder angepasst, somit haben jeden Tag so gut genommen, wie es nur geht. Und dies ist uns sehr gut gelungen. Auch die Handhabung der hygienischen Richtlinien in der Demenzwohngruppe wurden stets immer eingehalten. Und dies mit gewisser «Leichtigkeit». Menschen mit Demenz immer wieder zu erklären, weshalb, wann und wie eine korrekte Händehygiene durchzuführen ist, ist ziemlich anspruchsvoll. Damit dies eingehalten wird, und wir uns gegenseitig schützen können, haben wir unsere innovativen, kreativen Talente besonders gut ans Licht kommen lassen. Es ist uns und den Angehörigen bewusster geworden, in welcher «Schnelligkeit» wir leben. Oft hatten die Angehörigen ein schlechtes Gewissen, wenn sie keine Zeit hatten, um ein Besuch zu machen. Nun ist es so, dass die Angehörigen täglich mit dem Bewohnenden telefonieren. Es geht nicht um die Zeitqualität, sondern um das Gespräch, um den Moment. Und die Bewohner scheinen danach deutlich zufriedener zu sein. Auch die Wichtigkeit der freiwilligen Helfer und Besucherdienst fehlt uns. Auch sie haben eine zentrale Rolle im Alltag von Menschen mit Demenz im Sunneziel Meggen. Vor allem für diejenigen, die keine Angehörigen mehr haben, oder im Ausland leben.

Haben die Betroffenen gemerkt, dass plötzlich kein Besuch mehr kam? Wie hat sich das geäussert?

  • Menschen mit Demenz sind sehr feinfühlig und reagieren sensibel auf Veränderungen. In der Demenzwohngruppe Rosegarte haben die Bewohnerinnen und Bewohner öfters nach ihren Angehörigen gefragt. Doch auch in dieser aussergewöhnlichen Lage standen sie immer in Kontakt. Die «Besuche» fanden per Skype, Facetime und Telefon statt. Beim Umgang mit den digitalen Medien haben wir Pflegenden die Bewohnerinnen und Bewohner unterstützt. Auch über Briefe wurde regelmässig kommuniziert. Für unsere Wohngruppe war der eigene Garten mit Hochbeeten während der besuchsfreien Wochen besonders wertvoll. Bei schönem Wetter wurde im Garten grilliert. Wir haben gekocht und gebacken, sind um den Tierpark spaziert und haben Bewegungsstunden durchgeführt. Die Lebensqualität, nicht die Krise, stand im Alltag im Mittelpunkt. Natürlich gab es immer wieder Momente, in denen die Sehnsucht nach den Angehörigen kaum zu stillen war. In diesem Fall haben wir unmittelbar telefonisch Kontakt hergestellt. Zum Glück sind die Angehörigen offen für solche spontanen Gespräche. Das ist sehr wertvoll. Bei diesen Telefonaten sehen wir immer Zufriedenheit in den Gesichtern unserer Bewohnerinnen und Bewohner.

Wie ist Ihre Meinung zum Besuchsverbot der vergangenen Wochen? Hätte man für Demenzpatienten eine Ausnahme machen sollen?

  • Auch Menschen mit Demenz gehören zur Risikogruppe. Deshalb war es mehr als korrekt, das Besuchsverbot frühzeitig auszusprechen. Alles andere wäre unvernünftig und fahrlässig gewesen. Menschen mit Demenz wollen genauso wahrgenommen werden, wie alle andere Risikopatienten. Dem Pflegeteam war es wichtig, die Situation mit den vorhandenen Ressourcen für alle Parteien so erträglich wie möglich zu gestalten.

Stehen Sie mit Angehörigen in Kontakt? Wie waren die Rückmeldungen in den letzten Wochen?

  • Im Sunneziel Meggen spielen die Angehörigen eine zentrale Rolle. Sie gehören zum Team. Viele Angehörigen haben ihre Sorgen, Ängste und Unsicherheiten mit uns geteilt. Es war wichtig, die Angehörigen während dieser Zeit mit im Boot zu haben. Mit Beginn der Krise haben wir angefangen, täglich mehrmals mit ihnen zu telefonieren, um ihnen die nötigen Informationen weiterzuleiten. Wir haben sie beraten, ihnen zugehört, ihnen Mut gemacht und ihnen die Sicherheit gegeben, dass es den Bewohnerinnen und Bewohner im Rosegarte gut geht. Wir haben sie auf dem Laufenden gehalten und geschaut, dass sie den Kontakt zu den Bewohnerinnen und Bewohner auch während des Besuchsverbots aufrechterhalten konnten. Viele Angehörige hatten das Bedürfnis, ihren Liebsten zu erklären, weshalb sie nicht mehr zu Besuch kommen. Das ist verständlich. Es ist ihnen wichtig, den Bewohnerinnen und Bewohner mitzuteilen, dass sie, sie vermissen und sie sie nicht vergessen haben. Leider ist das für manche Menschen mit Demenz nicht besonders förderlich. Sie können nicht verstehen, was CORONA bedeutet. Sie reagieren verängstig oder agitiert, unruhig und rastlos. Auch um solche herausfordernden Situationen möglichst zu vermeiden, haben wir von Anfang an die enge Zusammenarbeit mit den Angehörigen gesucht.  Die Rückmeldungen der Angehörigen sind positiv und äusserst aufbauend für die Bewohnerinnen und Bewohner. Und natürlich auch für das Pflegeteam. Sie bedanken sich täglich bei uns. Anfangs mit ganz vielen Pralinen, Blumen, Kuchen usw. Dann am Telefon oder per Brief. Jetzt, da sie wieder zu Besuch kommen dürfen, sieht man all die strahlenden, glücklichen Gesichter. Die Bewohner schätzen die erneuten Besuchsfenster enorm und wir sind überzeugt, genau solche Glücksmomente bedeuten Menschen mit Demenz einfach alles.

Ein grosses Dankschön an Yardena Sierra, Leiterin Wohngruppe Rosegarte, und ihrem Team für ihr tolles Engagement während dieser nicht einfachen Zeit!

 

Montag, 18. Mai 2020

  • Die anfangs letzter Woche eingeführte Hotline für die Besuchszeiten wurde rege genutzt. Das Verständnis für die doch kurzen Besuchsfenster und das komplizierte und aufwendige Prozedere war jedoch gross. Wir danken allen Beteiligten für die Geduld und das gute Mitmachen und hoffen, dass sich die Situation bald wieder normalisiert.
  • Sehr schnell haben wir gesehen, dass in der Kapelle nur ein Besuch auf einmal möglich war. Sobald eine Partei lauter sprach, wurde es für die anderen Besucher merklich schwieriger sich zu verstehen, obwohl wir Dämmungsmassnahmen vorgesehen haben. Mit dem Sitzungszimmer wurde ein zweiter idealer Ort gefunden, wonach wir unser Schutzkonzept trotzdem umsetzen konnten, ohne unsere Sunneziel Bewohnerinnen und Bewohner zu gefährden.
  • Dank Föhn war die Vorhersage einer wettermässigen schlechten Woche gar nicht so schlimm und endete mit einem herrlichen Sonntag. Für diese Woche, die wieder eine Prachtswoche geben sollte, ist auch die Option für ein Gespräch im Freien anlässlich der Besuchszeit geschaffen worden.
  • Zum Teil auf Unverständnis stiess die Tatsache, dass nach wie vor nichts (Geschenk, Schoggi, Blumen, Kleider, Post) vorbeigebracht werden sollte oder man sich nicht einfach im Garten treffen kann. Durch das Anmelden für eine Besuchszeit, werden die Personalien aufgenommen, die wichtig sind für eine Nachverfolgung bei einer Convid19 Ansteckung. Wenn also jemand einfach so vorbeikommt, können wir der Auflage des Bundes des «Contact Tracing» nicht mehr Folge leisten. Bei einer offiziellen Besuchszeit ist es den Besuchern aber erlaubt mitzubringen was sie wünschen.
  • Unsere Mitarbeiteraktion «Vitamine fürs Sunneziel Team» kommt sehr gut an und zeigt Wirkung. Diese Woche: eine Bündner Nusstorte – die wohl bekannteste Spezialität des Kantons Graubünden. Hergestellt aus Mürbeteig sowie mit karamellisierten, grob gehackten Baumnüssen und mit Honig veredelt. Die Torte ist nicht nur bekannt als sofortiger Energielieferant (= Kalorienbombe – aber auch das tut mal zwischendurch gut ), falls der Zuckerspiegel kurz in den Keller fällt, sondern auch wegen ihrer langen Haltbarkeit ausserhalb eines Kühlschranks – bun apetit!

Montag, 11. Mai 2020

  • Ein unrühmlicher Muttertag, den wir nicht so schnell vergessen werden. Unser Leiter Service, Paul Senn, flambierte zur Abwechslung vor den Bewohnerinnen und Bewohner Toast mit Spiegelei und Lachs. Nach seinen Aktionen sind wir immer froh, wenn die Feuerwehr nicht ausrücken muss.
  • Unseren Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Bezugspersonen und nahen Angehörigen wurde am letzten Freitag, den 8. Mai ein vierseitiger Brief versendet, in dem über die verschiedenen Lockerungen ab dem 11. Mai informiert wurde. Den grössten Teil des Inhalts bildeten die Erläuterungen zu den Besuchsregelungen. Diese erscheinen vielleicht kompliziert und übertrieben, ihre Einhaltung ist zum Schutz der älteren Menschen im Sunneziel Meggen jedoch unabdingbar und Voraussetzung der Besuchsmöglichkeit.
  • Die neu eingeführten Besuchszeiten gaben schon zu reden. Dazu eine Rechnung zur Veranschaulichung: bei 120 Bewohnern müssten wir 120 Stunden - sofern eine Stunde Besuchszeit pro Woche und Bewohner - einplanen, was auf sieben Tage verteilt ca. 17 Stunden bedeuten würde. Zur Betreuung der Besuche bräuchten wir zwei Vollzeitstellen à 8.5 Stunden.
  • Die Geschäftsleitung hat zusammen mit der Pflegeexpertin viel Zeit für das «Schutzkonzept zur Lockerung des Besuchsverbotes» verwandt ohne das eine Öffnung des Sunneziel Meggen für Besucher am 12. Mai nicht möglich wäre. Dieses mehrseitige Dokument musste den Vorgaben des Kantons entsprechen und zur Genehmigung bei der DISG Dienststelle Soziales & Gesellschaft eingereicht werden.
  • Oberstes Anliegen und Priorität im Sunneziel Meggen ist das Wohlbehalten unserer Bewohnerinnen und Bewohner. Wir werden auch mit den geltenden Lockerungen vom 11. Mai mit besten Kräften versuchen, Gesundheit zu schützen und Begegnung zu ermöglichen.
  • Unsere wöchentlich mit Spannung erwartete Mitarbeiter Aktion „Vitamine fürs Sunneziel Team“ – ist diese Woche eine vermeintlich simple Banane oder wie man früher sagte: Paradiesfeige! Sie gehören zu den beliebtesten Obstsorten - wir essen sie roh, gekocht, gebacken oder gegrillt und trinken sie sogar als Nektar, in Smoothies oder Milchshakes. Kein Wunder, denn die krummen Früchte sind nicht nur schmackhaft, sondern stecken auch voller Nährstoffe.

Montag, 4. Mai 2020

  • Obwohl der Regen uns in unserer jetzt sonst schon kleinen Bewegungsfreiheit einschränkte, war dies eine grosse Genugtuung für die Natur und natürlich Hauptgesprächsthema der Woche. Viele Bewohnerinnen und Bewohner störten sich gar nicht gross daran, nicht ins Freie gehen zu dürfen, überwog doch das Mitleid für die Natur.
  • Ein weiteres wichtiges Thema der Woche waren auch die vielen überglücklichen Gesichter, die den Coiffeursalon und die Podologie verliessen. Bis zu 8 Wochen mussten aufgeholt werden
  • Gespannt und zum Teil ungeduldig warten alle auf die Lockerungsmassnahmen betreffend der Alters- und Pflegeheime. Die Geschäftsleitung ist ein Konzept für die Lockerungsmassnahme am Erarbeiten, das sobald grünes Licht vom Bundesrat beziehungsweise vom Kanton gegeben wird, umgesetzt würde. Es betrifft 4 Bereiche angefangen mit der Besucherregelung, der Regelung für unsere Bewohnerinnen und Bewohner inkl. Residenz Siesta und Wohnhaus im Park, sowie die Regelung für unsere externen Partner sowie zuletzt das Hochfahren der Veranstaltungen und Anlässe. Die Wohngruppe Rosegarte erhält ein eigenes Konzept, da dies individuell und bewohnerabhängig betrachtet werden muss. Alles wird in mindestens 4 Schritten vollzogen, damit es nicht in einer Überforderung für alle Beteiligten mündet. Die Dauer des langsamen kontrollierten Öffnens wird sicher über mehrere Wochen gehen, wenn nicht über Monate.
  • Sobald die Situation klar ist, werden die Angehörigen und betroffenen Personen via Briefpost und Email benachrichtigt. Wie auch in anderen Bereichen beobachtet werden kann, ist das Herauffahren viel komplizierter und personalintensiver als das Herunterfahren.
  • Und damit wir für diesen Kraftakt die nötige Energie haben, erwartet uns diese Woche eine «SesaMac» Aktion «Vitamine fürs Sunneziel Team» - ein gesunder Cerealien Riegel aus Sesam und Honig.
  • Damit Lockerungen möglich sind, müssen wir uns alle mächtig anstrengen und weiterhin Distanz und Hygiene einhalten, ansonsten es schnell wieder auf «Feld 1» zurückgeht. Unser oberstes Ziel ist es weiterhin, dass sich keine Bewohnerinnen und Bewohner anstecken und wir ein sicheres Umfeld für unsere Mitarbeitenden haben.

Montag, 27. April 2020

  • Die sommerlichen Temperaturen luden wieder zu Spaziergängen und zu Aufenthalte in der Pergola ein. Das prächtig schöne Wetter hat bisher absolut geholfen, diese spezielle Situation einigermassen zu überstehen. Man stelle sich vor: fröstelnde Temperaturen, Dauerregen und keine Sonnenstrahlen – es wäre ein vielfaches schwieriger gewesen, das «Zuhause bleiben müssen» und alle anderen Einschränkungen zu meistern. Betreut von unserem Pflegeteam und Aktivierung sowie mit Hilfe von Zivildienstleistenden tun wir unser Möglichstes alle Bewohnerinnen und Bewohner so viel wie möglich draussen in die Natur zu begleiten.
  • Dass die Corona Pandemie unsere Bewohnerinnen und Bewohner sehr beschäftigt und dass auch sie unbedingt ihren Beitrag zu einer Verbesserung der Situation beitragen möchten, zeigt sich unter anderem an einem kleinen herzlichen Beispiel: noch nie wurde so viel Kontroverses über Gesichtsmasken geschrieben, wie in den vergangenen Tagen. Selbst ist die Frau und anstatt lange darüber zu lamentieren, machte sich eine ehemalige Schneiderin gleich ans Werk und produzierte mit Hilfe der Aktivierung entsprechende Gesichtsmasken. Natürlich sind diese nicht von der EMPA geprüft und unsere Nachfrage übersteigt bei Weitem ihre Produktion, doch ist es der Gedanke und Wille der zählt!
  • Grosse Erlösung - vor allem bei unseren weiblichen Bewohnerinnen und Bewohner – sorgte die Lockerung für Coiffeure und Podologen, die ab heute wieder ihrer Tätigkeit nachgehen können. Die Termine waren sehr rasch vergeben und ausgebucht.
  • Betreffend Besuche gilt jedoch weiterhin ein Besuchsstopp. Wie in den letzten Tagen in den Medien berichtet, gab es viele innovative Ideen wie in Alters- und Pflegeheimen Treffen zwischen Angehörigen mit ihren Liebsten trotzdem organisiert werden können, von Balkontreffen, über vorgelagerte Zelten mit Trennwänden, bis hin zu Besuchsboxen mit Gegensprechanlagen. Wir sind uns absolut bewusst, dass das Bedürfnis sich zu sehen, enorm gross ist – doch wir appellieren an alle: BLEIBEN SIE NACH WIE VOR ZUHAUSE. Eine Durchmischung der Generationen macht im Moment absolut keinen Sinn, denn die Gefahr von einer zweiten Welle ist nach wie vor sehr latent. Es ist wie bei einer schweren Grippe – lieber 1 Woche länger zuhause bleiben, als einen Rückfall zu riskieren, der einen erfahrungsgemäss viel schlimmer und auch länger trifft.
  • Bald ist Erdbeerzeit und somit erhalten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Aktion «Vitamine fürs Sunneziel Team» diese Woche ein Erdbeer-Smoothie. Und bei dieser Gelegenheit haben wir uns gefragt, was ist tatsächlich eigentlich genau ein Smoothie: Hier die Begriffserkläung gemäss Wikipedia: Smoothies (smooth: englisch für „glatt“, „geschmeidig“, „weich“ - frei übersetzt in etwa „Weichsaft“ oder „Püreesaft“) ist eine aus dem Amerikanischen stammende Bezeichnung für kalte Mixgetränke aus Obst und optional Milchprodukten, die frisch zubereitet oder als Fertigprodukte verkauft werden. Im Gegensatz zu Fruchtsäften wird bei Smoothies die ganze Frucht, teilweise auch die Schale verarbeitet. Basis der Smoothies ist somit das Fruchtmark oder Fruchtpüree, das je nach Rezept mit Säften, Wasser, Milch, Milchprodukten oder Kokosmilch gemischt wird, um eine cremige und sämige Konsistenz zu erhalten.
    So jetzt wissen’s wir – zum Wohl!

Montag, 20. April 2020

  • Eine sehr ruhige sechste Woche liegt hinter uns. Mit Spannung wurden die neuen Massnahmen beziehungsweise die vorgesehenen Lockerungen des Bundesrates erwartet. Wie ein wenig schon vorauszusehen war, betreffen die getroffenen Lockerungen die Alters- und Pflegeheime bezüglich der Besuche nicht und es gilt nach wie vor ein strikter Besuchsstopp. Wir bitten Sie inständig, sich daran zu halten – BLEIBEN AUCH SIE ZUHAUSE.
  • Immer wieder fällt auf, dass Bewohner sich auf dem Sunneziel Areal mit ihren Angehörigen getroffen haben, meistens um etwas zu übergeben. Es ist wichtig zu wissen, dass für Einkäufe, Erledigungen, Reparaturen etc. das Sunneziel Meggen alles Nötige in die Wege leitet, um dies zu organisieren. Dafür müssen nicht die Angehörigen hinzugezogen werden, da es auch wichtig für sie ist, Zuhause zu bleiben.
  • Trotz gewissen Lockerungsmassnahmen ab 27.4. gilt weiterhin strikte Händehygiene, Abstandhalten und nur das Haus verlassen, wenn wirklich nötig. Treffen bei und mit Freunden und Familie sind auch nach wie vor nicht indiziert ausserhalb der eigenen Familie, welche zusammenwohnt.
  • Für sehr viel Vorfreude sorgte der Entscheid, dass ab dem 27. April, der interne Coiffeur- und Podologiebesuch wieder erlaubt ist. Die Anmeldungen überschlugen sich und viele Bewohnerinnen und Bewohner sehnen sich nach modischen Frisuren und gepflegte Füsse.  
  • Unsere gut angelaufene und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschätzte Aktion «Vitamine fürs Sunneziel Team» ist diese Woche ein Balisto Energieriegel mit Haferflocken und Waldbeeren.

Ostermontag, 13. April 2020:

  • In dieser Woche zeigte sich der Frühling von seiner besten Seite – wunderschöne sonnenreiche Tage mit zum Teil wolkenlosen blauem Himmel. Die Natur wartet nicht und so nutzte der technische Dienst die optimalen Bedingungen, unzählige Blumen und Pflanzen zu setzen sowie den Garten und den Teich zu trimmen, damit im Frühsommer alle die ansehnliche Sunneziel Anlage geniessen können. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner genossen die Zeit an der Sonne beim Sitzen oder mit kleinen Spaziergängen auf dem Areal.
  • Unsere Postkarten Aktion auf der Homepage ist ein rieser Erfolg – genau richtig zur Osterzeit sind bisher über 150 Grusskarten an hocherfreute und glückliche Bewohnerinnen und Bewohner eingetroffen und verteilt worden.
  • Der Sunneziel Osterhase war natürlich auch unterwegs und machte es sich dieses Jahr einfach und verzichtete aufs Verstecken. Das Wohnhaus im Park sowie die Residenz Siesta fanden das Ostergeschenk im Briefkasten vor und die Sunneziel Bewohnerinnen und Bewohner erhielten feine Schoggi Eili.
  • Als kleine Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhalten alle Sunneziel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Vitamin Stärkung, um das Immunsystem zu kräftigen – diese Woche ein Multivitaminsaft. 
  • Unser traditioneller Mitarbeiter Oster Apéro musste leider auch abgesagt werden – trotzdem erhielten alle einen Langohr Schoggihasen aus feinster dunkler Schokolade. Dieses Jahr nicht persönlich abgegeben sondern eher nüchtern im Originalkarton auf die Abteilungen verteilt. Als Lichtblick werden wir dafür ein rauschendes Sommerfest organisieren.
  • Sehr grosszügig zeigte sich die Coop Filiale Meggen, mit unzähligen Oster Schoggi Spezialitäten, die wir auf die Abteilungen und Wohnstüblis verteilt haben. Eine überraschende und sehr schöne Geste – herzlichen Dank!
  • Um einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt unser Bewohnerinnen und Bewohner zu gewähren, hat uns Frau Erna Chiappori erlaubt, einen Auszug aus ihrem Interview mit dem Pfarreiblatt Meggen zu veröffentlichen. Herzlichen Dank!

Liebe Frau Chiappori, wie geht es Ihnen zurzeit?
Sehr gut. Ich finde es einen Segen für uns alte Menschen. Die aktuelle Situation, die überall vorherrscht, entschleunigt uns, man hat plötzlich mehr Zeit füreinander, obwohl man ja den Kontakt mit anderen meiden sollte. Man ist achtsamer unterwegs, empathischer. Der Mensch ist weniger egoistisch in dieser momentanen Krise, die Nächstenliebe zählt plötzlich viel mehr. Man kommt zur Besinnung. Ich bin aber traurig für diejenigen, die im Arbeitsprozess tätig und nun vor grossen finanziellen Problemen stehen. Für viele Kleinbetriebe ist die aktuelle Situation verheerend. Vielen geht es finanziell dadurch sehr schlecht.  Das bedrückt mich sehr.

Wie halten Sie zurzeit Kontakt mit Ihren Angehörigen?
Mit täglichen Telefonaten mit meinen Liebsten. Dies genügt vollkommen. Ich bin dankbar und zufrieden, dass es meinen Nächsten allen gut geht. Ich begrüsse das Ausgehverbot für ältere Menschen und dass diese nun alle zu Hause bleiben sollten, um sich selber und andere zu schützen. Mich stimmt es aber traurig, wenn ich sehe, dass es anderen Bewohnerinnen und Bewohnern nicht so gut geht, weil sie ihre Familienangehörigen nun nicht sehen können und dadurch traurig sind.

Was vermissen Sie zurzeit am meisten?
Zurzeit vermisse ich die Nähe zu meinem Urgrosskind am meisten. Ich liebe kleine Kinder über alles.

Was stimmt sie zuversichtlich?
Dass die Menschen zur Besinnung kommen, die Natur mehr schätzen und zu ihr mehr Sorge tragen. Und dass die Menschen mehr gegenseitigen Respekt haben und einander helfen. Und dass ich im Sunneziel Meggen mit all seinen netten und hilfsbereiten Mitarbeitenden gut aufgehoben bin.

Montag, 6. April 2020:

  • Es ist bereits die vierte Woche mit Besucher Stopp – eine schwierige und herausfordernde Situation für alle Beteiligten. Unsere Bewohnerinnen und Bewohner gehen jedoch erstaunlich gut damit um und haben eine realistische Betrachtungsweise für die speziellen Umstände. Die Pflegeteams unternehmen alles Mögliche, die Tage so kurzweilig wie möglich zu machen. Es sind Kleinigkeiten, die jetzt zählen und so werden erfreuliche Komplimente zum Beispiel fürs Haare waschen und die schön gemachte Frisur gemacht.
  • Ohne speziell darauf aufmerksam gemacht zu haben, haben alle Teams auf die sonst beliebten 1. April-Scherze untereinander aus Respekt zur aktuellen Situation verzichtet. Diese unscheinbare Tatsache zeigt sehr schön auf, dass alle sich der Ernsthaftigkeit bewusst sind und Einigkeit demonstrieren, diese Krise gemeinsam zu meistern.
  • Der Krisenzeit zum Trotz - hier etwas zum Schmunzeln mit dem Titel «Wenn der Chef Kosmetika einkaufen muss». Wie Sie wissen, machen wir für unsere Bewohnerinnen und Bewohner Einkäufe fürs Wichtigste. Eines Tages flattert eine Spezialbestellung für Kosmetika Artikel auf den Tisch des Zentrumsleiters mit dem Vermerk, dass nur diese Marken in Frage kommen und nichts Anderes. Kein Problem dachte er sich – wird alles auf dem Nachhauseweg im Dorflädeli schnell eingekauft. Aber leider führte das Dorflädeli keine dieser Artikel – Alternativen natürlich schon, aber diese durften ja nicht gekauft werden. Also am anderen Tag sofort ins Internet, ein Online Shop suchen und ruckzuck alles per Mausklick in den Warenkorb legen. Glücklich fündig geworden zu sein, zeichnet sich bald die nächste Schwierigkeit ab und zwar bei den Grössen der Produkte: von winzig klein, über klein, mittel, gross bis hin zu XL-Grössen für Profis. Also Übung abrechen und bei der Stationsleitung respektive der Bewohnerin nachfragen. Zufrieden auf den neuesten Stand «gebrieft», sich im Internet wieder eingeloggt, um dort fortzufahren, wo man aufhören musste. Alles läuft reibungslos und der Warenkorb füllt und füllt sich. Doch plötzlich herrscht wieder sehr grosse Unsicherheit: der gewünschte Augenbrauenstift kostet ja ein Vermögen! – das kann doch für einen simplen Farbstift nicht stimmen. Daher wieder alles unterbrechen und die Bestätigung holen, dass die französische Nobelmarke eben doch ihren Preis hat. Nun waren fast alle Artikel im Warenkorb, ausser das letzte Produkt fehlte: ein Gesichtspuder. Auf dem Bestellzettel sogar mit Foto, Artikel Nummer und Bezeichnung – also ein Klacks. Zu schnell gefreut – aus 7 verschieden Farbnuancen konnte ausgewählt werden – von Vanille, über Beige, Neutral bis hin zu Gold. Sich schämend wieder nachfragen zu müssen, wird Neutral bestellt, das wird schon das richtige sein. Und dann schnell zur Kasse, die Kreditkarten Angaben ausfüllen und die Bestellung abschicken. Auftrag erledigt - Bewohnerin sehr zufrieden - Chef ein paar graue Haare mehr - Ende Gut alles Gut!
  • Seit letzten Samstag haben wir auf unserer Homepage www.sunneziel.ch die Möglichkeit aufgeschaltet, dass Angehörige eigene Bilder hochladen können und mit einem persönlichen Text Gruss- und Postkarten Ihren Liebsten im Sunneziel Meggen versenden können. Die Rezeption druckt jeweils die Karten aus und lässt sie es dem Bewohner überbringen. Es wurde schon rege benutzt und für die kommenden Ostertage wird diese elektronische Postkarte sicherlich die eine oder andere Freude bereiten.
  • Um für die kommende Zeit, in der wir auch nicht genau wissen, was alles auf uns zu kommt, besser vorbereitet zu sein, haben wir zusätzliches Personal angestellt. In Funktionen als Praktikanten und Zivildienstleistende werden sie wichtige Hilfeleistungen wie Betreuung, Botengänge, Desinfektion von Immobilien und Mobilien etc. verstärken.
  • Und Apropos Desinfektionsmittel – falls Sie von unseren Bewohnern erfahren, dass es im Sunneziel Meggen nach Schnaps riecht, dann ist diese Wahrnehmung korrekt. Da die Mittel immer noch schwierig zu erhalten sind, haben wir von einem Lieferanten tatsächlich umfunktionierten Kirsch als Händedesinfektionsmittel erhalten.

Montag, 30. März 2020:

  • Obwohl sich unsere Sunneziel Bewohnerinnen und Bewohner immer noch frei auf dem Sunneziel Areal bewegen können – natürlich immer unter Einhaltung des Abstandes von 2 Metern – wurde dies anfangs Woche eher wenig und wenn, dann nur ganz kurz benutzt. Schuld daran war der sehr unangenehme Biswind, der die gefühlte Temperatur bisweilen auf die Nullgradgrenze fallen liess.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner haben sich bisher sehr gut auf die besonderen Umstände eingestellt und akzeptieren die Lage im Grossen und Ganzen. Auch die Mitarbeitenden halten sich vorbildlich an die getroffenen Massnahmen und es ist ein richtiger Ruck für die Ernsthaftigkeit der Situation von allen spürbar.
  • Wir haben neu 4 Tabletts zugelegt, wo mit Hilfe von der Aktivierung und der Pflege unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Liebsten kommunizieren oder besser gesagt «skypen» können – für viele eine neue Erfahrung in der digitalen Welt der Kommunikation.
  • Wir beobachten unter anderem auch herzzerreissende Szenen, wie zum Beispiel Begrüssungs- und Abschiedsrituale vom Balkon oder Fenster aus. Noch besser wäre es aber, ZUHAUSE ZU BLEIBEN und zu telefonieren oder via Brief oder Email zu kommunizieren. So schützen Sie sich und andere am besten.
  • Im Weiteren stellen wir auch fest, dass Bewohner ihren Angehörigen avisieren Besorgungen für sie zu machen. Dies ist ebenfalls nicht sinnvoll und wir bitten Sie, sich dafür bei der Pflege zu melden, damit wir die Einkäufe tätigen können.
  • Für unsere Bewohnerinnen und Bewohner vom Wohnhaus im Park sowie der Residenz Siesta haben wir eine Einkaufsorganisation auf die Beine gestellt, wo dringend benötigte Lebensmittel und Alltägliches eingekauft werden kann.
  • Aufgrund der Corona Situation und der damit verbundenen diversen Massnahmen (Besucherstop, Wegfall der Anlässe, markant weniger Telefonanrufe usw.) ist die allgemeine Dienstleistungs-Frequenz an der Reception deutlich kleiner geworden. Aus diesem Grunde ist die Reception nachmittags bis auf weiteres bereits ab 15.00 Uhr geschlossen.
  • Die Wohngruppe Rosegarte hat den Umzug sehr gut bewältigt und die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Rosegarte Team erfreuen sich über ihr neues Zuhause. Leider ermöglicht die jetzige Situation nicht eine komplette Fertigstellung des Umbaus und so müssen ein Paar wenige Details wie einige fehlende Möbelstücke oder die nicht aufgehängten Bilder sich noch gedulden.

Montag, 23. März 2020:

  • Täglich trifft sich das anwesende Kader mit der Geschäftsleitung, neuerdings im grossen Saal damit der Abstand eingehalten werden kann, um die aktuelle Lage (Schweiz/Kanton/Sunneziel Meggen) zu besprechen und entsprechend nötige Massnahmen einzuleiten und umzusetzen. Unser Vorgehen richtet sich nach unserem internen Pandemieplan und den Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit und des Kantons.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner sind gesund und den Umständen entsprechend guter Dinge und sind dankbar für die von uns schon frühzeitig eingeleiteten Massnahmen.
  • Da betagte Menschen anfälliger für gesundheitliche Risiken verschiedenster Art sind, werden wir bei konkretem Verdacht auf ärztliche Anordnung einen COVID – 19 Test durchführen. Allfällige Ergebnisse werden mit der Bewohnerin, dem Bewohner sowie den Angehörigen besprochen.
  • Wir sorgen in allen Situationen, insbesondere in dieser, für den Schutz und das Wohlbefinden unserer Bewohnerinnen und Bewohner.
  • Alle medizinisch und therapeutisch notwendigen Massnahmen wie Physiotherapie und Logopädie sind gewährleistet. Die Fusspflege kann im Notfall in Anspruch genommen werden.
  • Die Händehygiene wird strengstens geachtet - nicht nur das Personal führt sie lückenlos durch, sondern auch unsere Bewohnerinnen und Bewohner werden täglich angeleitet und dazu ermahnt.
  • Alle Mitarbeitende welche bei der Arbeit (zB. Pflege und Service) mit Bewohnerinnen und Bewohner den Sicherheitsabstand nicht gewährleisten können, sind verpflichtet einen Mundschutz zu tragen.
  • Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich zurzeit auf dem Sunneziel Areal frei bewegen, immer unter Einhaltung des Mindestabstandes.
  • Auch in den Aufzügen sind nur 1-3 Personen (je nach Liftgrösse) gestattet und Mitarbeitende benützen das Treppenhaus.
  • Im Restaurant Au Premier und in den Wohnstüblis sind neu die Plätze nach Abteilungen hergerichtet worden und so, dass niemand mehr daneben und vis à vis sitzt.
  • Da auch Mitarbeitende nicht mehr zusammen sein sollten, ist die Pausenetage «G» für sie geschlossen und das Café Harfe wurde so umgebaut, dass jeder an einem eigenen Tisch sitzen kann.
  • Auf das beliebte Salatbuffet zum Selberbedienen muss verzichtet werden – die Salate werden verpackt an den Tisch gebracht und mit Säften, Früchte zum Schälen sowie Kompotte schaut die Küche, dass der Vitaminbedarf abgedeckt wird. Es können im Moment weiterhin täglich von den 3 Menüs ausgewählt werden.
  • Da sämtliche Veranstaltungen und Anlässe bis auf Weiteres abgesagt sind, wird vermehrt auf Einzelbetreuung gesetzt. Die Aktivierung und Pflege organisieren zusammen, dass auch unselbstständige Bewohnerinnen und Bewohner regelmässig in den Garten können.
  • Auch unser Nationalsport «Jassen» ist aktuell nicht erlaubt weder drinnen noch draussen.
  • Wir bitten Sie, sich unbedingt an die Weisungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zu halten – BLEIBEN SIE ZUHAUSE - versuchen Sie nicht, Ihre Liebsten im Garten, vor dem Eingang oder im Dorf zu treffen. Ein bunter Blumenstrauss zum Beispiel ist zwar schön, jedoch nicht lebensnotwendig. Dringend benötigte Utensilien werden wir für die Bewohnerinnen und Bewohner selber organisieren.
  • Zeigen Sie ihren Liebsten ihre Fürsorge, indem Sie andere Kanäle zur Kontaktpflege wie Telefon, Briefe, die gute alte Postkarte oder Email und whatsapp benutzen.
  • Hilfestellungen beim Aufrechterhalten von sozialen Kontakten werden wo nötig durch die Pflege und Betreuung unterstützt.
  • Danke für Ihr Verständnis sowie Ihre Kooperation – so schützen Sie unsere Bewohner und Bewohnerinnen, sich selber und helfen mit, die Verbreitung des Virus zu stoppen.

Geschäftsleitung Sunneziel, 23.03.2020